Das Huckleberry:
Modern – und auch ein bisschen retro

Ihr eigenes Café aufmachen – das war schon immer ihr Traum. Sein eigenes Ding machen, frei schalten und walten können – das hat ihn schon immer gereizt. Marina und Richard sind zwei, die sich getraut haben. Das „Huckleberry“, das sie letzten Juli auf der Venloer Ecke Piusstraße eröffnet haben, ist frisch und modern, gleichzeitig freundlich und gemütlich. Ein guter Ort, um eine kleine Pause einzulegen, sich auf einen Plausch zu treffen oder für mal eben etwas auf die Hand.

Marina ist leidenschaftlich Mutter von zwei Kindern, acht und elf Jahre alt. Und sie arbeitet beim Zoll, in Teilzeit. Die restliche Zeit kocht und backt sie, bedient und kassiert, testet neue Rezepte und freut sich, wenn es den Leuten schmeckt. Ach ja, und sie malt, zu sehen auf Instagram unter dem Hashtag #marifrie.

Dezentes Grau, warmes Holz und Messing

Die Inneneinrichtung trägt ihre Handschrift. In der ehemaligen georgischen Bäckerei liefer jetzt dezentes Weiss und Grau den ruhigen Hintergrund für warmes Holz und glänzendes Messing. An den Wänden wechseln sich bunte Motive ab mit den Schwarz-Weiss-Bildern eines Kölner Künstlers. Von der Empore im Hintergrund hat man einen guten Blick auf das, was unten an der Theke so vor sich geht – und draußen auf der Straße.

Richard kennt sich in der Welt der Bäckereiketten recht gut aus. Als vor Jahren eine neue Franchisekette in Köln startete, gehörte er zu den ersten, die eingestiegen sind. Die Anfangsphase war spannend. Kreativität war gefragt, kontinuierliche Verbesserung, echte Teamarbeit. Aber irgendwann war das vorbei, es ging nur noch um Zahlen, um Effizienz, um Performance. Schuldenfrei auszusteigen war schwieriger als gedacht.

Die goldene Mitte zwischen Ernährungs-Dogmatikern und Fastfood-Junkies 

Sie haben etliche hundert Rezepte getestet und ungezählte Anregungen gesammelt, auch (eher ungeplant) in den kleinen, inhabergeführten Cafés und Delis in New York. Müslis und Porridges verschiedenster Art sind zu einem Schwerpunkt geworden. Das Wort „Haferflocken“ mag nicht besonders sexy klingen. Aber wenn es gesund und lecker sein soll, ist eine gekonnte Kombination aus Kohlehydraten, Früchten und Nüssen schwer zu schlagen. Dazu kommen Panini und Wraps, kreative Salate und natürlich auch süße Sachen, die ganz gut zum Kaffee passen. (Kleiner Tip: Rote Beete Salat mit Feta-Käse und Walnüssen. Schmeckt echt nach mehr.)

Vielfalt und lokale Zutaten: Das Huckleberry in Ehrenfeld
Iss was Gesundes – das Huckleberry in Ehrenfeld setzt auf Vielfalt und lokale Zutaten.

Über ihr Mantra „Iss was Gesundes“ hinaus wollen sie sich bewusst nicht auf eine bestimmte Richtung festlegen. Die Mitte zwischen Ernährungs-Dogmatikern hier und Fastfood-Junkies dort fühlt sich für sie gut an. Sie halten viel von Toleranz, weil Schubladendenken nicht nur ab-, sondern auch ausgrenzt. Wichtiger als der neueste Ernährungstrend ist ihnen, dass sie das Allermeiste im Viertel einkaufen, täglich frisch, und Dinge wie Drucksachen und Folien ganz in der Nähe produzieren lassen. Praktizierte Nachbarschaft halt. 

Modern und doch ein bisschen retro: das Huckleberry in Ehrenfeld

Und so sehen Marina und Richard das Huckleberry nicht einfach als einen weiteren Laden, in dem man etwas zu Essen bekommt. Sondern als eine kleine Oase der Ruhe, mit viel Liebe eingerichtet. Wo gesund nicht automatisch gleichbedeutend ist mit bio oder vegan. Wo man eine Weile bleibt oder schnell mal vorbeischaut. Wo man über Wifi hemmungslos surft – oder sich einfach, ganz retro, mit Freunden tifft.   


Huckleberry
Venloer Str. 194
50823 Köln
www.huckleberry-ehrenfeld.de

Öffnungszeiten
Montag-Freitag
Samstag
Sonntag


7.00 – 18.00 Uhr
8.00 – 18.00 Uhr
Ruhetag

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Modern – und auch ein bisschen retro

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