Streetart hinter Bauzaun

Es war ein intensives Bild gewesen, hinter einem Bauzaun, in einer dunklen Ecke im Schatten versteckt. Zufallsbegegnung auf einem Streifzug durch die Seitenstraßen links und rechts der Venloer. Mehr als ein Graffiti. Ein Portrait, düster, zornig, resigniert.

Ich war zu früh weitergegangen, hätte genauer hinschauen sollen, Bauzaun hin oder her. In der Simrock konnte es nicht gewesen sein, in der Körnerstraße auch nicht. In der Klarastraße war es nicht. Wahlenstraße: Fehlanzeige.

Philippstraße
Nicht wirklich gut für Lieferverkehr

Das dumpfe Grollen schwerer Maschinen. Ein weißer 30-Tonner, ein Bagger gelb, wie Bagger nun mal sind. Betontrümmer, Moniereisen, viel Staub. Zum Fahrer oben im Führerhaus: Will nur eben ein Foto machen. „Warum?“ Nur so.

Es war in der Philippstraße. Dort, wo jahrelang Waren für Woolworth und später Kaufhalle angeliefert worden waren.

Rewe wollte es genauso halten für das neue Zentrum auf der Venloer zwischen Philipp– und Hansemannstraße.

Das konnten Anwohner dieses amtlich bescheinigten ‚besonderen Wohngebiets’ zunächst verhindern. Aber nach monatelangem Stillstand darf wieder gebaggert werden, so hat es das Oberverwaltungsgericht in Münster im März entschieden.

Das letzte Wort steht laut KStA noch aus.


Streetart PortraitEigentlich hatte ich nur das Bild gesucht.

Ein düsteres Portrait.

Hinter einem Bauzaun, in einer dunklen Ecke.

Irgendwo in Ehrenfeld.

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